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Wie man MP3s erstellt

Es folgt eine Hilfestellung, um CDs unter Windows in MP3-Dateien zu speichern. Besonders viel Wert wird hierbei auf Einlesegenauigkeit und MP3-Qualität gelegt. Es scheint immer noch nicht bekannt zu sein, daß neben der Bitrate einer MP3-Datei auch der verwendete Codec für die Qualität ausschlaggebend ist (Fraunhofer FhG nur mittelmäßig). Es bringt auch nichts, MP3s mit konstanter Bitrate zu kodieren (z. B. 128, 192 oder 320 kbps).

Und da viele Leute auch überhaupt noch nie MP3s erstellt haben, habe ich mich entschlossen, diese Hilfestellung nach vier Jahren im Abseits erneut zu veröffentlichen. Das Ergebnis sind Lame-MP3-Dateien mit einer Bitrate von durchschnittlich 200 kbps, welche je nach Lied etwas variieren kann. Auf allzu viele Details und Ausführungen wird der besseren Übersicht wegen vorerst noch verzichtet.

Was benötigt wird

  • Ein Programm um Audio-CDs auszulesen: EAC (1,70 MB, kostenlos, v0.95pb5)
  • Ein Programm um in MP3 zu kodieren: Easylame (0,68 MB, kostenlos, v1.4)

EAC steht für „Exact Audio Copy“. Es dient dazu, CDs einzulesen und die Lieder als Dateien abzulegen. Diese Dateien können unkomprimiert (Wave: Unter Windows mit Endung *.wav) gespeichert, oder gleich anschließend kodiert werden, z. B. in MP3. EAC bietet einen sicheren Einlesemodus um Lesefehler so gut wie möglich zu vermeiden. Als nur wenig minderwertige Alternative gibt es CDex. Beliebte Programme wie AudioGrabber, Musicmatch Jukebox uvm. reichen nicht an EAC heran.

Easylame ist ein Paket aus dem (besten erhältlichen) MP3-Codec Lame in Version 3.90.3 (empfohlen) und der grafischen Oberfläche Razorlame. Razorlame kann vorhandene WAVE-Dateien nach MP3 kodieren. Der MP3-Codec Lame kann zudem in EAC eingebunden werden und EAC daraufhin für die MP3-Erstellung ohne Razorlame dienen.

Installation

Die Installation ist sowohl bei EAC als auch bei Easylame sehr einfach. EAC wird in einen Ordner entpackt und kann über die Datei „EAC.exe“ gestartet werden. Beim ersten Start versucht EAC die Laufwerke zu konfigurieren und stellt dem Benutzer ein paar wenige Fragen hierzu. Easylame läßt ein Verzeichnis wählen, wo es den LAME-MP3-Codec und Razorlame ablegt. Unnötige Einträge in die Registry finden nicht statt. Verzeichnisstandard dürften „C:\Programme\EAC“ und „C:\Programme\Easylame“ sein.

Bedienung und Einrichtung

CD einlegen und Informationen abrufen

LaufwerkswahlBeginnen wir damit eine Audio-CD einzulegen. Wenn das Hauptfenster von EAC nun leer bleibt, ist vermutlich nicht das richtige Laufwerk selektiert. Dieses kann über das Ausklappfeld oben links ausgewählt werden. Ist das richtige Laufwerk gewählt und die eingelegte CD nicht leer, bzw. auch eine Audio-CD, so erscheinen nun die Titel der CD in einer Liste im Inhaltsfenster.

Die einzelnen Lieder sind nun in der Regel noch unbenannt und Informationen zur CD nicht vorhanden. Zu den meisten käuflichen CDs, die nicht individuell zusammengestellt wurden, gibt es eine Datenbank im Netz, von der EAC diese Daten abholen kann. Dies erspart am Ende sehr viel Arbeit, weil man sonst für jede MP3-Datei Künstler, Titel, Album, usw. von Hand eingeben müßte.

DatenbankeinstellungenNotwendig hierzu ist die Angabe einer (eigentlich x-beliebigen) eMail-Adresse in den Datenbankeinstellungen unter EAC, welche kurz über F12 zu erreichen sind. Mit dieser eMail-Adresse passiert nichts weiter, es muß nur eine eingegeben werden, weil dies vom Programm für die Verbindung zur Datenbank gefordert wird.

Datenbankinfos abrufenDer Datenbank-Service ist kostenlos und kann in EAC über die Tasten ALT + G oder über einen Klick auf das CD-Symbol in Anspruch genommen werden. Eine Internetverbindung ist für diesen Schritt natürlich notwendig. Will man die Lieder nur verlustfrei speichern, ohne gleich in MP3 zu kodieren, reicht es nun, auf die große Schaltfläche „WAV“ am linken Rand zu klicken und den Zielpfad anzugeben.

Kompressionseinstellungen

KompressionseinstellungenÜber das Menü oder kurz F11 gelangt man zu den Kompressionseinstellungen. Hier kann man unter der Kartei „Externe Kompression“ den LAME-Codec aus dem Easylame-Paket einbinden und konfigurieren. Dieser befindet sich als „lame.exe“ vermutlich in „C:\Programme\Easylame\“ und der Pfad zu dieser Datei muß hier angegeben werden.

Entscheidend für die Dateigröße und Qualität der MP3s ist hier der Inhalt des Feldes „Kommandozeilen Optionen“. Für archivierungswürdige Qualität und eine zum Original transparent klingende MP3-Datei kann hier mit dem Eintrag „--alt-preset standard“ eine ausgeklügelte Voreinstellung des LAME-Codecs genutzt werden. Für diese haben sich schlaue Köpfe sehr viele Gedanken gemacht und Änderungen oder ergänzende Parameter sind nicht mehr sinnvoll.

Das Ausklappfeld „Bitrate“ wird durch die „Kommandozeilen Optionen“ überschrieben. Es dient EAC nur noch für die Abschätzung der Dateigrößen nach der Komprimierung. Diese wird im Inhaltsfenster neben jedem Lied angegeben.

MP3s erstellen

MP3s erstellenFür einen ersten Test sollte es nun reichen. Um beispielsweise das erste Lied der CD als MP3-Datei zu erhalten, markiert man den Titel im Inhaltsfenster mit einem Linksklick und klickt auf die Schaltfläche „MP3“ am linken Rand. EAC fragt, wo es die Datei(en) ablegen soll und beginnt mit dem Lesen des Titels von CD. Anschließend startet es selbständig die Kommandozeile, über die es nach MP3 kodiert. Dieser selbständige Schritt ist der Unterschied zur Schaltfläche „WAV“.

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